Die 5 häufigsten Vorurteile gegenüber Airbnb

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Die 5 häufigsten Vorurteile gegenüber Airbnb und wieso du als Eigentümer oder Vermieter auf der sicheren Seite bist

Der neuste Blog Beitrag ist etwas für Immobilienbesitzer, Vermieter und Investoren. Es kursieren viele Schreckgespenster um Airbnb und neben behördlichen Regulierungen greifen natürlich auch die Persönlichen Einwände, warum man eine Kurzzeitvermietung nicht machen sollte, obwohl sie so lukrativ ist. Los geht´s.


Jedes neue System erlebt immer drei Phasen (wenn es sich lange genug halten kann):


  1. Erst wird es ausgelacht
  2. dann wird es gehasst
  3. und schließlich benutzt es jeder


Ich denke, die Phase, in der Airbnb als witzige Idee von ein paar Studenten, die sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können, belächelt wurde, ist lange vorbei.


2008 in Silicon Valley gegründet. In den ersten 4 Jahren mehr als 10 Millionen (!) Übernachtungen gebucht. Über 4 Millionen Inserate in über 190 Ländern.


Vertriebspartner von Interhome und Inter Chalet.


2017 2,6 Millarden US Dollar Umsatz.


Weltweit kann man mit dem Tablet oder Smartphone private Unterkünfte finden, buchen oder selbst anbieten.


2019 kurz vor dem Börsengang soll eine Bewertung von 120 Millarden US Dollar angestrebt werden.


Wir reden hier nicht mehr von einem Start up, sondern von einem seit über 10 Jahren etablierten System.


Die sharing economy ist da.


Und mit ihrem Dasein hat sie disrupted (zerrüttet), genauso wie Uber die Taxiunternehmen oder Amazon das Händlergeschäft.


Die größte Waffe der sharing economy: trust.


Zu Deutsch: Vertrauen.


Seit 2011 ist es dementsprechend auch möglich, sein Profil mit sozialen Netzwerken wie Facebook zu verbinden.


Das ist die Grundlage für fast jede Kaufentscheidung (außer das Risiko eines Verlustes ist vernachlässigbar gering).


Und dieses Tauschmittel ist der eigentliche treibende Faktor.


Natürlich neben dem Drang, den bestmöglichen Deal abzuschließen.


Wieso in einem Hotel wohnen, wenn ich in einer privaten Unterkunft mit dem selben oder sogar besseren Service wohnen kann?


Airbnb: Home away from home.

Wenn ich ein T-Shirt mit einem Leitspruch drucken müsste, dann wäre es mit Sicherheit dieser.

Und das ist meistens die Motivation der Unterkunftsuchenden.

Keine Unterkunft, sondern eine zweite Heimat auf Zeit zu finden, selbst, wenn es nur 3 oder 4 Übernachtungen sind.

Natürlich gibt es Schnäppchenjäger, die rein pragmatische veranlagt sind und auch in der billigsten Nussschale übernachten würden, hauptsache, sie sparen 3,94€ auf dem Papier, aber müssen dafür 45 km Fußmarsch durch den Teuteburger Wald in Kauf nehmen.

Heimisch fühlen.

Ankommen.

Zuhause sein.

Vielleicht für ein paar Nächte sogar ein besseres Zuhause zu haben.

Vor diesem Hintergrund schauen wir uns nun die üblichsten Einwände an, die Eigentümer oder Vermieter haben, wenn es darum geht, aus ihrer gut laufenden Immobilie ein lukratives Schlachtschiff zu machen, dass gegen ihren tatsächlich Marktwert entgegenschippert.


Die 5 größten Vorurteile, um nicht mit Airbnb zu starten


1. Höherer Verschleiß


Es kommt darauf an.


Dass es gar keinen Verschleiß gibt, ist unmöglich.


Wenn man natürlich ein 1-Zimmer-Apartment hat von 45 qm und jede Nacht 5 Gäste aus aller Herrenländer übernachten lässt, gibt es nun mal Verschleiß.


Aber, und das ist sehr relevant, der Durchschnitt der Gäste bleiben 3-4 Tage.


Das ist ein typisches Kurzurlaub Paradigma.


Bedeutet: Die meiste Zeit sind die Gäste nicht zuhause, veranstalten keine Parties oder kochen 10 Gängemenüs.


Ihre Immobilie performt also mit Faktor 2 oder 3 (in Köln sogar bis Faktor 6 zur Kaltmiete) und wird genauso viel oder sogar weniger genutzt, als von einem normalen Mieter.


Guter Deal würde ich sagen.


Wann hat ihr Mieter eigentlich zum letzten Mal eine Reinigungsfirma beauftragt, vorallem, jedesmal, nachdem er geschlafen hat und in den Urlaub geht?


Eben.


2. Es könnte die Nachbarn stören


Das stimmt.


Aber die Nachbarn könnte alles stören.


Tatsächlich ist es aber so, dass bei einem Wechsel von Gästen die Möglichkeit eines Nachbaschafststreits, der nach monatelanger Fehde vor Gericht landet, sehr unwahrscheinlich.


Es ist wie in einem Fluss: Durch die stöndige Strömung hat er die Fähigkeit sich selbst zu reinigen.


3. Mehr Reparaturen


Gäste verhalten sich in der Regel wie Gäste.


Sie bringen ihre Koffer in ein Apartment, das sie für gutes Geld gemietet haben und machen es sich für ein paar Tage heimisch.


Wer hat mehr die Tendenz dazu, anzunehmen, dass sein Apartment ihm gehört ein Gast oder ein Mieter?


In der Regel der Mieter.


Wir Menschen haben einfach die Angewohnheit, uns mit den Dingen zu identifizieren, mit denen wir über einen längeren Zeitraum in Kontakt stehen. Frag mal deine Frau oder deinen Mann.


4. Ständig Schlüssel erneuern


Wenn der Check-in vollautomatisiert über ein elektronisches Türschloss funktioniert, welcher Schlüssel soll dann verloren werden?


Schlaue Home Sharing Management Companies haben natürlich eine Versicherung, die sie gegen Schlüsselverlust absichern.


Natürlich können Schlüssel eingesteckt, mitgenommen oder verloren gehen.


Aber das hat man immer.


Und für einen Gast ist es ein viel größeres Risiko, einen Schlüssel zu verlieren.


Denn im Notfall ist er ausgesperrt und muss die Nacht im Freien verbringen in einer fremden Stadt.


Hinter diesem Einwand steckt natürlich die Angst, dass jemand die Schlüssel kopieren und einbrechen könnte.


Nochmal: Wer mit automatisiertem Checkin arbeitet, der arbeitet auch mit alternierbaren Codes für Schlüsseltresore.


5. Exzessive Parties, bei denen Lagerfeuer auf dem Boden veranstaltet wird


Bei wem ist es realistischer, dass parties veranstaltet werden oder nachts auf einmal der eifersüchtge Ex-Freund im Flur steht nd die Tür einttritt?


Eben.


Auf Airbnb können klare Hausregeln aufgestellt werden und bei Missachtung Kaution geltend gemacht oder die Airbnb Absicherung über 800.000€ in Anspruch genommen werden.

Schlaue Gastgeber schauen sich die Review ihrer zukünftigen Gäste an.


In normale Mietverhältnissen nennt man das Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Oder landlord letter.


Auf Airbnb nennt man es Review und diese liest man sich durch.


Hat dein Gast die letzten 10 Übernachtungen mit 5* geglänzt, kannst du davon ausgehen, dass du einen Vorzeigegast hast.


Hat dein Gast sich auf Airbnb mit seiner Telefonnummer, E-Mail Adresse und Ausweis verifiziert?


Dann heißt es durchatmen.


Hat er es nicht, heißt das noch nichts.


Man sollte allerdings nachfragen bzw. eine Verifizierung verlangen.


Das waren die gängigsten Einwände, die Vermieter oder Eigentümer (natürlich) mit uns im Gespräch immer hegen.


Umgekehrt habe ich folgendes bei Airbnb selten oder noch nie beobachtet.


Gäste bringen nicht unerlaubt eine Satellitenschüssel an, sie streichen keine Wände in koischen Farben, ihre Hunde graben keine Löcher im Garten, sie weigen sich auch nicht, die Miete zu zahlen und trotzdem wohnen zu bleiben.


Airbnb ist ein vollautomatisiertes Buchungs- und Zahlungssystem.


Der Host ("Vermieter") bekommt 24 Stunden nach dem Checkin automatisch seine Miete überwiesen.


Sollte ein Gast 12 Monate in einem Luxusloft in Monacco für 12.000€ im Monat buchen, dann bekommt der Host 24 Stunden 288.000€ überwiesen.


Ich brauche dringend ein Luxusloft in Monacco...


Die Kehrseite


Natürlich gibt es Horrorgeschichten von Gästen aus der Hölle und tatsächlich nicht so schönen Szenarien.


Apartments, die über Nacht leer geräumt wurden.


Gäste. die zu viel gebechert hatten und Streit anfingen.


Fernseher, die spurlos verschwunden sind usw. usf.


Aber das gibt es überall.


Airbnb ist nicht die ursache dafür, dass Menschen sich schräg verhalten.


Es spiegelt lediglich die Gesellschaft wider.


Fakt ist aber auch, je schöner die Umgebung, desto besseres Verhalten bringt es hervor.


Alles andere ist einfach unternehmerisches Risiko.


Fazit


Airbnb hat sich binnen 10 Jahren von einer einzigen Übernachtung auf einer Luftmatratze mit Frühstück, zu einem milliardenschweren Unternehmen gemausert.


Der Kernfaktor ist Vertrauen.


Vertrauen durch Transparenz.


Wenn man will, findet man immer die Nadel im Heuhaufen.


Wenn der Heuhaufen aber so groß und prachtvoll ist, dass man die Nadel vernachlässigen kann, macht dieses Business richtig Spaß.


Bis zum nächsten Hosting,

Marcus


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